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Gebietsaußendienst, Key Account, Handelsvertreter: drei Formen des Außendienstes

Angestellt im Gebiet, zuständig für Großkunden oder selbständig auf Provision.

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Außendienst im Gebiet

Außendienstmitarbeiter, oft auch Gebietsverkaufsleiter oder Gebietsbetreuer genannt, sind für eine Region zuständig. Sie besuchen Kunden, stellen Produkte vor, verhandeln Konditionen, nehmen Aufträge auf und gewinnen neue Kunden. Je nach Branche sind das Handwerksbetriebe, Landwirte, Arztpraxen, Lebensmittelmärkte oder Industriebetriebe. Die Planung der Touren und die Pflege der Kundendaten im CRM-System gehören zum Alltag, ebenso Tage im Homeoffice für Angebote und Berichte.

Key Account Manager

Key Account Manager betreuen wenige große Kunden, zum Beispiel Handelsketten, Klinikverbünde oder Konzerne. Statt vieler Besuche stehen Jahresgespräche, Rahmenverträge, gemeinsame Planung und Abstimmung mit vielen Ansprechpartnern auf Kundenseite im Vordergrund. Die Rolle verlangt Verhandlungserfahrung und Verständnis für die Zahlen des Kunden.

Handelsvertreter

Handelsvertreter sind nach dem Handelsgesetzbuch selbständige Gewerbetreibende, die ständig für ein anderes Unternehmen Geschäfte vermitteln oder in dessen Namen abschließen. Sie sind nicht angestellt, sondern erhalten Provision für Geschäfte, die auf ihre Tätigkeit zurückgehen. Endet der Vertrag, kann ihnen ein Ausgleichsanspruch für den aufgebauten Kundenstamm zustehen. Anzeigen für selbständige Berater in Finanz- und Versicherungsvertrieb fallen oft in diese Form.

MerkmalGebietsaußendienstKey AccountHandelsvertreter
StatusAngestelltAngestelltSelbständig
KundenViele Kunden in einer RegionWenige GroßkundenKunden im vereinbarten Bezirk oder Kreis
VergütungFixum plus variable AnteileFixum plus BonusProvision

Technischer Vertrieb

Im technischen Außendienst verkaufst du erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Baustoffe, Saatgut oder Medizintechnik. Hier wird oft eine technische Ausbildung oder ein passendes Studium verlangt, weil Beratung und Verkauf eng zusammenhängen.

Branchen mit viel Außendienst

Außendienststellen gibt es besonders häufig bei Herstellern von Lebensmitteln und Konsumgütern, die Handel und Großverbraucher betreuen, in Pharma und Medizintechnik, in Agrarhandel und Saatgut, bei Baustoff- und Werkzeugherstellern sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Jede Branche hat ihre eigene Sprache und eigene Kunden. Wer die Kunden einer Branche schon kennt, etwa aus einer Ausbildung im Handwerk oder in der Landwirtschaft, hat im Außendienst derselben Branche einen Vorsprung.

Zusammenspiel mit dem Innendienst

Hinter jedem Außendienst steht ein Vertriebsinnendienst, der Angebote schreibt, Aufträge erfasst, Liefertermine klärt und Reklamationen bearbeitet. Viele wechseln aus dem Innendienst in den Außendienst, weil sie Produkte, Preise und Kunden bereits kennen.

Welche Form passt zu dir

Der Gebietsaußendienst passt, wenn du gern unterwegs bist und viele Menschen triffst. Key Account liegt dir, wenn du lieber wenige Beziehungen in die Tiefe entwickelst. Als Handelsvertreter solltest du unternehmerisch denken und mit schwankendem Einkommen umgehen können.

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